06.01.2009 22:06:00 +0100
Mitarbeiterbeteiligung

Mitarbeiterbeteiligung

Werden Beschäftigte am Unternehmenserfolg beteiligt, kann dies den Arbeitseinsatz beflügeln. 

Auch die Politik macht jetzt mobil: „Wir wollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei unterstützen, Modelle der Mitarbeiterbeteiligung im eigenen Betrieb anzuwenden und die damit verbundenen Chancen zu nutzen", erklärt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. Am 1. Mai 2007 startet dazu in seinem Bundesland ein bisher einmaliges Förderprogramm für Mitarbeiterbeteiligungen in kleinen und mittleren Unternehmen. Wobei viele Firmen das Potential dieses Instruments schon erkannt haben und erfolgreich nutzen.

Modell aus der Praxis

In einem ersten Schritt hatten sich Arbeitgeber und Betriebsrat auf ein Modell verständigt, nach dem bei positivem Geschäftsergebnis 10 Prozent des monatlichen Betriebsergebnisses an die Mitarbeiter ausgezahlt werden -inklusive des Arbeitgeberanteils für die Sozialversicherung. Um zusätzliche Anreize zu schaffen, aus eigenem Antrieb das Ergebnis zu verbessern, wurden die Sonderzahlung beeinflussende Faktoren ausgewählt, wie z.B. Produktivität, Ausfallquote und Energieverbrauch. 

Diese Faktoren können die Prämie verstärken oder aber auch vermindern. Die Zahlung der Prämien erfolgt dabei für jeden Mitarbeiter in gleicher Höhe je geleisteter Normalarbeitsstunde, egal also, ob es sich um Arbeiter oder um leitende Angestellte handelt. Von Zeit zu Zeit werden die einzelnen Faktoren des Mittelwertes den aktuellen Umständen angepasst.

Positive Resonanz

Die Erfahrungen, die Unternehmen mit dieser Form der Mitarbeiterbeteiligung gemacht haben, sind durchweg positiv. Die Mitarbeiter können zweimal jährlich zum vereinbarten Termin eine Sonderzahlung erhalten.

Und die Geschäftsleitung hat damit Ziele erreicht, die sich sonst nur ungleich aufwändiger verwirklichen lassen. So ist zum Beispiel die Ausfallquote für Krankheit und Unfallgeschehen seit Einführung der Mitarbeiterbeteiligung deutlich zurückgegangen - während gleichzeitig die individuelle Produktivität anstieg.

Die Sonderzahlungen sind dabei nur ein Erfolgsfaktor mindestens ebenso motivierend ist bei diesem Modell, dass der Betrieb hierdurch transparenter geworden ist. Denn anhand der Kennziffern kann nun jeder Mitarbeiter nachvollziehen, wie und in welchem Maße er zum Unternehmenserfolg beiträgt. Oder etwa auch, wie stark vermeidbare Ausfallzeiten den Erfolg schmälern können. Die Folge ist, dass sich die Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen stark identifizieren und sich in ihrer Leistung gewürdigt sehen. Der Kerngedanke lautet demnach:

Wenn gut gearbeitet wurde, folgt eine verdiente Belohnung unmittelbar.